Auditory Icons
describing complex events with everyday sound

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Sibylle Oeschger, Tobias Schmid, Riccardo Lardi | IAD ZHdK 2010 | Sonic Interaction Design | Daniel Hug
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Was sind Auditory Icons?
  • Produzierte Töne
  • Bestehen aus vertrauten Geräuschen aus dem Alltag
  • Beschreiben ein Ereignis oder Zustand
  • Können auch mehrere Informationen/Parameter tragen
  • Sind an ein Gerät/System gekoppelt
  • Verbessern Beziehung/Kommunikation zw. User/System


Beschaffenheit
  • Digital produziert, analog aufgenommen oder beides
  • Ton muss zu der gesamthaften Erfahrung passen
  • Ton sollte mit der Umgebung einhergehen - Dilemma:
  • Alarmgeräusche müssen sich von Umgebung abheben
  • Ton muss nicht unterhaltend sein, sondern funktional


Alltagsgeräusche

  • Vertrautheit mit Tönen ist essentiell für Auditory Icons
  • Geräusche aus dem Alltag sind am naheliegendsten
  • Vertrautheit lässt das Interface verschwinden
  • User muss sich so nicht mit Interface beschäftigen
  • ... kann sich voll auf die Aufgabe/Situation konzentrieren



Multidimensionale Auditory Icons

  • Ein Auditory Icon kann mehrere Parameter tragen
  • 1) Geräusch 2) Pitch 3) Länge 4) Attack 5) Release ...
  • Überfüllung muss vermieden werden




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Untersuchung dreier Objekte und deren Auditory Icons



Digitaler Wecker

  • Wiederholtes “Piepsen”
  • Pendant Alltagsgeräusch: Krähender Hahn
  • Hört erst durch äussere Einwirkung auf zu “piepsen”
  • Extrem banales produziertes Audiosignal
  • Signal kommt über Piezo, kein Lautsprecher
  • Reduktion aufs Minimum, kein bzw. minimales Design
  • Ziel wird erreicht, wenn auch nur auf brutale Weise
  • Grosses Verbesserungspotential


Handy - Vibration beim Eingehen eines Anrufs

  • Wiederholendes Vibrieren
  • Vibration grundsätzlich geräuschlos
  • Vibration erzeugt durch Kontakt mit Körper Geräusche
  • Beim Tragen des Handys wirkt sich die Vibration nur auf den Träger aus, beeinflusst die Umwelt nicht
  • Geräusch kann je nach Untergrund unangenehm sein
  • Eine einfache, jedoch effektive Lösung


Skype - Eingehender Anruf

  • Zuerst zufällige «Nummernwahl»
  • Danach wiederholendes «Klingeln»
  • Hergeleitet der ursprünglichen Telefonklingel
  • Neue Technik ist spürbar.
  • Klang wirkt liquid
  • angenehmes Geräusch, nicht mehr high-pitched
  • Klang gibt Feedback über Zustand des Anrufs
  • Kaum verbesserbar






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Zusätzlich aufgenommene Klänge



Auto-Blinker
(Auditory Icon, digital hergestellt)



Auto Blinker
(Ursprüngliches Geräusch, von einem Relais)



Abgeleitet vom ursprünglich mechanischen Geräusch (Relais).
Ticktack hat deswegen gleiche Geschwindigkeit wie Blinklicht.
Man wird beim Blinken daran erinnert dass geblinkt wird und der Blinker nach Richtungswechsel wieder ausgeschaltet werden muss.
Der Sound ist regelmässig, nervt also nicht
Die Stärke ist, dass es sich mechanisch anhört. Es wäre seltsam wenn das Geräusch zu künstlich wäre.
Bis jetzt haben Blinker und Pannenblinker den selben Sound. Für den Pannenblinker würde ich einen anderen, warnenderen(?) Sound nehmen. Vielleicht bräuchte es auch gerade für den Pannenblinker - der bei Unfällen gebraucht wird - einen beruhigenderen Sound.



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